Badraer Schweiz und der Stausee Kelbra

Die Badraer Schweiz und der Stausee Kelbra

Der erste wirklich warme Tag im Jahr 2016 und dieser sollte unbedingt genutzt werden. Wer weiß schon genau wann der April das nächste Mal 17 Grad bringt. Es stellte sich wieder die Frage wo es hingehen sollte, doch das war relativ zügig geklärt. Zu Sonne und Wärme passt Wasser ganz gut. Das Ziel war somit der Stausee Kelbra und die Badraer Schweiz, nahe des Kyffhäusers – damit es keine Flachlandrunde wird. Außerdem ist die Badraer Schweiz gerade im Frühjahr ein Paradies für Wanderer mit Blumenfaible. Der Anfangsteil der Wanderung war nicht so nach meinem Geschmack, da müsste man mal schauen, ob da etwas an der Wegeführung geändert werden kann, denn der Wanderweg verläuft bis zum Kamm auf dem Huflar komplett auf der Straße. So waren wir – meine Freundin, der Hund und dieses Mal auch meine Mutter – froh, als wir den Kamm erreichten und auf dem Wald- und Wiesenweg einbiegen konnten. Von dort an veränderte sich auch das Landschaftsbild. Trockenrasen und Magerrasen prägen hier das Panorama. Durch den karstigen Boden wachsen hier nur Pflanzen und Gehölze die mit wenig zufrieden sind. Dazu zählen unter anderem die Birke und die Kiefer. Am Boden leuchten einen Leberblümchen in Violett und Frühlingsadonisröschen in strahlendem Gelb an. Durch verschlungene Waldwege erreichten wir die sogenannte Numburg, eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Spornburg von der allerdings nicht mehr wirklich etwas zu erkennen ist. An dieser Stelle findet man heute eine Naturschutzstation des BUND. Aufgrund der Fledermaus- und Vogelvielfalt in dem Gebiet eine tolle Sache und direkt am Stausee Kelbra gelegen den es nun zu umrunden galt. Aber bevor wir dieses Unternehmen beginnen konnten musste ich auf jeden Fall noch einmal auf den Schlossberg klettern, um mir das Ganze einmal von oben anzuschauen. Was für eine tolle Aussicht! Ein paar Aufnahmen gemacht, dann zackig wieder hinunter und ab zur Stauseeumrundung. Gerade jetzt, wo er noch nicht so viel Wasser führt kann man es mal wagen ein wenig hineinzulaufen und seine Füße zu kühlen nach knapp 10 Kilometern. Es riecht ein bisschen wie Nordsee hat meine Freundin gesagt und bekam ein wenig Fernweh. Man muss eben nicht immer weit weg fahren um das Gefühl von Urlaub zu bekommen. Der Weg führte uns knapp acht Kilometer immer am Wasser entlang. Neben Muscheln, Schwänen, Enten und Gänsen konnten wir sogar eine kleine Echse, vermutlich einen Salamander entdecken, aber da möchte ich mich nicht genau festlegen, doch ihr könnt anhand des Fotos dann selbst entscheiden. Diese Tour ist in der Form auch nur vom 1. April – 31. Oktober jeden Jahres möglich, da in dieser Zeit der Staudamm begehbar ist. Zurück auf dem Parkplatz gegenüber dem Seebad mussten wir erst mal die Schuhe ausziehen, denn 16 km sind bei dem Wetter doch nicht ganz ohne, gerade in hohen geschlossenen Wanderschuhen.

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Badraer Schweiz und der Stausee Kelbra