Berlin fast ohne Touristenmagnete

Die deutsche Hauptstadt aus einer anderen Perspektive |

Ich war schon öfter in Berlin und es wird wohl keine Freundschaft werden. Länger als ein Wochenende halte ich es als Dorfkind einfach nicht aus. Zu viel Trubel, zu viel Hektik. Aber zum Fotografieren natürlich toll. Vor allem wenn man mal nicht das fotografiert was alle anderen auch fotografieren. Die Touristenmagneten so gut als möglich meiden. Eintauchen in das Leben der pulsierenden Metropole. Wir waren natürlich auch an dem einen oder anderen Highlight, schon weil meine Freundin es vorher noch nie sehen durfte. Doch dann bitte auch nicht so sehen wie es jeder sieht. Die Menschen der Stadt standen an erster Stelle. Deshalb auch gleich vornweg: Wer sich selbst auf den Fotos entdeckt und dies nicht möchte, da nehme ich die Fotos auch wieder von meiner Seite.

Berlin Hammaphotos

Döner und Brandenburger Tor

Wer nach Berlin fährt, ob mit Bus, Bahn oder Auto, sollte mal am ZOB halt machen, direkt neben dem ICC. Von dort durch die Unterführung und dann seht ihr schon meinen Lieblings-Döner in der Haupstadt – Enjoy Kebap. Ob es nun der beste Döner der Stadt ist, darüber sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. Ich finde ihn jedenfalls ziemlich lecker. Das Beste daran: zwischen die Fleischlagen im Spieß ist Paprika und Chili verarbeitet. Ick finds jut!

Da meine Freundin, wie erwähnt, noch nie das Brandenburger Tor, Fernsehturm, etc. gesehen hatte wollten wir uns das natürlich anschauen. Und ich gebe zu, zu einem Berlin – Trip gehört auch das Brandenburger Tor besucht. Was ein wenig schade war, war die Tatsache, dass die Fanmeile das Ganze ein wenig unattraktiv machte. Aber nun ja, die Geschichte dazu ist wichtiger als das Bauwerk.

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Checkpoint Charlie, Interview, Cupcakes

Wir liefen einfach ohne richtigen Plan durch die Straßen, immer auf der Suche nach dem was so kommt. Und das waren so einige Dinge. Selbst ein Interview für das brasilianische Sportfernsehen durfte ich auf dem Gendarmenmarkt geben, zum Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der EM. Und das zum Glück auf Englisch, denn mein Portugiesisch ist noch nicht geboren. Da lachte uns auch ein schickes altes Auto an. Ganz in babyblau machte es Werbung für einen Cupcake – Laden. Wir konnten nicht widerstehen und gönnten uns zwei leckere Sünden. Sünden nicht nur wegen des Zuckers, sondern auch wegen dem Preis. Für Leute mit Low – Budget nicht so geeignet, dafür aber seeeeehr lecker. Einfach mal mutig sein und lieber an anderer Stelle sparen. Nicht weit von dort steht auch der ehemalige Grenzposten „Ckeckpoint Charly“, der das östliche vom westlichen Berlin trennte. Dort ist die Geschichte sehr schön aufbereitet, lohnt sich also.

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Pasta in Adlershof

U – Bahn fahren und laufen macht hungrig. Das ist nicht nur in Berlin so. Doch das wo und was, ist überall anders. Für uns war es relativ einfach, denn wir wurden eingeladen, zum Italiener in Adlershof. Warum in Adlershof fragt ihr euch sicher!? Ganz einfach. Wir haben bei Verwandten übernachtet, die wohnen da und außerdem wollten wir ja auch etwas abseits des Rummels sehen. Adlershof, Köpenick und Treptow sind dafür gute Adressen, genauso wie Friedrichshain. Aber nun zum Italiener. Der Name ist Bella Italia, nicht sehr kreativ, dafür war das Essen superlecker. Tagliatelle mit Lachs in Hummer-Sahne-Soße. Mehr brauch ich nicht sagen.

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Kreuzberger Nächte…

…sind lang. So singen es zumindest die Gebrüder Blattschuss. Für uns war es eher ein wenig unheimlich in diesem Stadtteil. Vielleicht haben wir auch die „falschen“ Ecken erwischt. Kommt davon, wenn man ohne Plan losgeht. Aber so haben wir zumindest ein Sommerfest mit klasse Musik „entdeckt“, direkt am Künstlerhaus Bethanien. Auch die S-Bahn-Stationen waren eher gruselig. Ich persönlich habe nichts gegen Menschen anderer Hautfarbe oder Herkunft, doch gerade an der Station Görlitzer Bahnhof kann man ein wenig nachvollziehen, warum teils eine Abneigung gegen diese „anderen“ Menschen entwickelt wird. Offensives Anbieten von Drogen und ähnlichem durch farbige Menschen und aufdringliches Verhalten gegenüber Frauen.

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Schweizerisch essen und Cocktails im Sony Center

Die ganze Aufregung trieb uns wieder mal den Hunger in den Magen. Und als wir so durch die Straßen schlenderten, kamen wir an der Helvetia Röschti Bar vorbei. Schweizer Küche in netter Atmosphäre. Nicht ganz günstig, doch für Berlin auch nicht überteuert. Wir entschieden uns für ein Tagesangebot und Spätzle mit Käse, dazu jeweils ein Schweizer Bier.

Um den Abend ausklingen zu lassen zog es uns nochmal ins Zentrum. Mit der U-Bahn zum Potsdamer Platz, um im Corroboree noch einen Cuba Libre, ein Fosters und eine Margarita zu schlürfen.

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Die Insel und der Flohmarkt im R.A.W.

Wer Freunde in Berlin hat, sollte das nutzen, die wissen und kennen mehr als jeder Blog. So sind wir auch zum Flohmarkt im RAW-Gelände gekommen. Das Ambiente ist gewöhnungsbedürftig, aber für Berlin wahrscheinlich ganz normal. Ein kleiner Flohmarkt, der noch nicht überfrachtet ist von richtigen Händlern. Ein (Geheim-) Tipp!

Nach dem Stöbern noch ein bisschen entspannen geht am besten auf der Insel der Jugend, von den Berlinern einfach nur „Insel“ genannt. Eine Insel mitten in der Spree am Treptower Park gelegen und mit einer Brücke dahin verbunden. Ideal zum Entspannen mit Freunden. Dann war die Zeit aber auch schon wieder zu Ende. Einerseits mag ich Berlin ja nicht so, aber irgendwie gibt es auch viele interessante Sachen zu entdecken und fotografieren.

Berlin Hammaphotos

In zwee Wochen bin ick dann schon wieder da. Wir holen uns nämlich einen Welpen aus einem Berliner Tierheim. Da wird dann nach der leckersten Currywurst gesucht.

Aber am 18.07. geht es erstmal für vier Tage nach Paris!!!