Die Nikon D5100 und ihre erste Reise

Mit der Nikon in Frankreich und den Benelux

Ich habe lange überlegt, ob ich euch diesen Beitrag über die erste Reise meiner Nikon schreiben soll oder nicht. Doch es gibt eigentlich keinen wirklichen Grund es nicht zu tun. Heute ist es ziemlich genau 12 Monate her, als meine Nikon D5100 und ich eine Partnerschaft eingegangen sind, die ich bis heute nicht bereut habe. Allerdings wusste ich am Anfang noch nicht so genau welche Knöpfe ich drücken muss, damit die Fotos auch so werden wie ich sie haben möchte, ohne hinterher noch fünf Stunden am Computer zu sitzen. Da für Ende August 2015 bereits die Reise gebucht war, hatten wir nicht all Zuviel Zeit uns aneinander zu gewöhnen. Eigentlich nur gut vier Wochen. So galt es auch während der Reise noch viel zu probieren und zu testen, was man den Fotos manchmal auch ansieht. Im Laufe der acht Tage kamen aber immer neue Ideen hinzu und ich lernte meine Kamera immer besser kennen. Da half es auch schon, dass es viele tolle Motive abzulichten gab.

Zur Reise

Wie bereits erwähnt war schon alles geplant, zumindest was die Hotels anging. Ja genau, nicht ein Hotels, sondern mehrere. Denn es war ein kleiner Roadtrip durch die Niederlande, Belgien, Nordfrankreich und Luxemburg. Und natürlich auch durch Deutschland. Meine Freundin war natürlich auch mit von der Partie, denn ohne sie wäre ich wahrscheinlich gar nicht zur Nikon gekommen. War nämlich ein Geburtstagsgeschenk der ganzen Familie, welches sie initiiert hat. Neben den Hotels war eigentlich nicht wirklich was geplant. Sicher wollten wir uns das ein oder andere anschauen, aber im Grunde war der Weg das Ziel.

 

Unfreiwilliger Zwischenstopp

Los ging es natürlich in der Heimat und erstmal ab auf die Autobahn Richtung Ruhrgebiet, wo wir dann einen eher unfreiwilligen ersten Zwischenstopp einlegen mussten. Kurz vor Oberhausen fing der gute Astra an zu pfeifen, beim Bremsen war das Geräusch wieder weg. Also nix wie auf den nächsten Rasthof und den ADAC kontaktieren. Der kam dann nach circa einer Stunde und sagte uns, dass die hinteren Bremsen schnellstmöglich neu gemacht werden sollten. Nun find mal Freitagmittag spontan noch jemanden der das macht. Zum Glück gibt es in Oberhausen ein A.T.U. Fachgeschäft. Die haben das in vier Stunden erledigt, so konnte die Reise weiter gehen, allerdings mit fünf Stunden Verzug, was uns den Tag in Amsterdam kosten sollte, wo die Nikon das erste Mal richtig zum Einsatz kommen sollte.

Nikon auf Reisen Hammaphotos

Amsterdam, Zandvoort und Rotterdam

Durch die ganzen Probleme haben wir zwar Oberhausen und das Gasometer, was wirklich toll ist, gesehen, aber unser Hotel nahe Amsterdam erst so spät erreicht, dass wir keine Bahn mehr in die holländische Hauptstadt mehr bekamen. Schade, aber so ließen wir den Tag an der Hotel-Bar ausklingen. Am nächsten wollten wir unbedingt ans Wasser. Die Nordsee war ja direkt um die Ecke und wir legten die Route so, dass wir den ganzen Tag sehr viel Wasser sahen. Allerdings auch von oben. Über Zandvoort und Rotterdam ging es an dem Tag nach Antwerpen. In Zandvoort schnupperten wir das erste Mal Meeresluft. Just in dem Zeitraum waren auch einige der besten Sandskulpturen-Bauer in dem niederländischen Küstenort. Eigentlich der ideale Zeitpunkt meine Nikon darauf loszulassen. Doch 20 Euro Eintritt pro Person waren uns ein wenig zu viel. Da sind wir einfach ein bisschen an dem schönen Sandstrand entlang geschlendert und haben uns den Wind um die Nase wehen lassen, bevor wir weiter zum Rotterdamer Hafen wollten. Wollten deshalb, weil wir irgendwie ganz viel Hafen gesehen haben, aber nicht dorthin gekommen sind, was wir uns vorgenommen hatten. Nun gut, so sind wir einfach wieder ans Meer, auch wenn es geregnet hat.

Nikon auf Reisen Hammaphotos

Von Antwerpen, über Gent nach Brügge

Am Abend erreichten wir Antwerpen, wo wir das nächste Mal übernachteten. Aber nicht ohne uns nochmal den Bauch vollzuschlagen. Beim Libanesen um die Ecke gab es jede Menge leckere Sachen und das zu einem unschlagbaren Preis. Auf dem Rückweg ins Hotel wollte ich noch ein paar schöne Nachtaufnahmen machen, doch ohne Stativ ist das nicht ganz so toll. Am nächsten Morgen erkundeten wir Antwerpen natürlich nochmal bei Tageslicht. Ich will gar nicht sagen, das oder das müsst ihr gesehen haben. Einfach durch die Stadt schlendern, mit offenen Augen,  denn es gibt überall etwas Tolles zu sehen. Einen Tipp habe ich dann aber doch noch: Australian home made ice cream!!! Super lecker, nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber es lohnt sich mal so richtig! Nach den ganzen Genüssen ging es weiter nach Gent. Da wollte ich unbedingt hin, denn ich durfte dort während meiner Zeit bei Weinradel schon einmal Fahrräder hin liefern. Voller Begeisterung über die wenigen kurzen Eindrücke von damals, war es ein Muss, diese Stadt anzufahren. Wir wurden nicht enttäuscht. Kopfsteinplaster, alte Gebäude, kleine Gässchen, Wasserstraßen und, und, und…

Nachdem großen Stück Romantik ging es weiter nach Brügge. Die alte Hansestadt besticht durch seinen Backstein-Baustil. Ähnlich wie Gent hat sie einen ganz eigenen Charme, bei dem man eigentlich jedes Jahr aufs Neue wiederkommen möchte.

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Durch den Norden Frankreichs

Au revoir Belgié, bonjour France hieß es dann. Immer am Meer entlang folgten wir der Straße bis nach Calais, eine der beiden Eurotunnel-Städte neben Dover. Calais ist eigentlich ganz niedlich, allerdings lungern im Hafengebiet jede Menge Flüchtlinge umher, die irgendwie versuchen nach Großbritannien zu kommen. Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen, den Leuchturm zu besteigen und in einer Hafenbar eine Cola zu trinken. Von nun an ging es wieder weg vom Meer, immer an der nördlichen Grenze Frankreichs entlang bis nach Roubaix. Für mich als kleiner Radsport-Fan war der Besuch des Radstadions natürlich ein Muss. Für Leute, die sich dafür nicht interessieren ein eher unnötiger Umweg. Umweg deshalb, weil wir nach Lille wollte, was leicht südlich von Roubaix liegt. So langsam hatte ich mich an meine Nikon gewöhnt, aber das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. Trüb und grau war meist angesagt. Aber bei schönem Wetter kann jeder fotografieren. Übrigens, wenn ihr in Lille ein Parkticket ziehen wollt, müsst ihr an dem Automat euer Kennzeichen eingeben. War für mich etwas verwirrend und mit schlechtem Französisch habe ich natürlich das eingeben, was mir der Automat als Beispiel vorgegeben hat. Naja, nix passiert, hinterher ist man schlauer.

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Über Charleville-Meziere und Luxemburg nach Deutschland

Als Gebürtiger Nordhäuser und nun im Südharz lebend, war es mir ein Wunsch einmal durch die Partnerstadt Charleville-Mezieres zu fahren. Ganz nett, auch irgendwie zu Nordhausen passend, denn ab 19.00 Uhr ist dort nix mehr los. Unsere letzte Nacht in Frankreich verbrachten wir auf einem kleinen Dorf, in einer sehr extravaganten Ferienwohnung, in einem alten Bauernhaus. Das Frühstück gab es in der Wohnstube der Familie mit samt den kleinen Kindern. Einfach ein tolles Erlebnis. Wenn ihr es selbst einmal erleben wollt  – der Name ist Chambres d´hotes Le Vieux Moulin (in Lonny).

Wer den Film, die Purpurnen Flüsse (mit Jean Reno) gesehen hat und gut fand, der sollte auch noch einen Abstecher zur Ligne Maginot, genauer gesagt zum Fort de Fermont. Hier zeigt ein Verein die alte Verteidigungslinie aus dem ersten Weltkrieg hautnah. In Luxemburg wollten wir dann nochmal günstig tanken und ein wenig Käse kaufen. Das erstere haben wir gemacht, den Käse haben wir bei  sieben Euro für 300 Gramm da gelassen. Unseren letzten Urlaubsstopp machten wir dann auf einem Winzerhof in Ockfen, direkt an der Saar gelegen. Es war mein Geburtstag und die Nikon ja mein Geschenk. Wir haben noch einmal sehr gut gegessen und getrunken, sodass wir am nächsten Morgen die Heimreise antraten.

Ich erinnere mich immer wieder gern daran zurück, nicht nur weil es die erste Reise mit der Nikon war, sondern weil ein solcher Roadtrip einfach die Seele befreit. Mal schauen wo es das nächste Mal hingeht…nur eins kann ich mit Sicherheit sagen, meine Freundin und die Nikon werden dabei sein.

Benelux deluxe