Ein Eichhorn im Südharz kommt selten allein

Auf ein Eichhorn folgt fast immer ein zweites |

Was die Überschrift aussagt soll jetzt kein Roman oder eine Geschichte über das Eichhorn und seinen besten Freund werden. Es ist vielmehr ein Blog-Beitrag über eine Wanderung, die mal wieder zeigt, wie vielfältig der (Süd-) Harz ist. Auf meinem Weg vom heilklimatischen Kurort Neustadt/Harz in die Kreisstadt Nordhausen gibt es mehr zu entdecken als viele meinen würden. Davon konnte ich mich vor kurzem selbst überzeugen, als es mich mal wieder zum Fotografieren und Wandern vor die Tür trieb. Doch ihr werdet euch sicher Fragen, was das alles mit den kleinen Fellnagern auf sich hat!? Darüber werde ich euch in einem der nächsten Absätze mehr erzählen, aber es hat ein wenig was mit der frühen Uhrzeit zu tun, zur der ich normalerweise noch schlafe…ich rede von 7.00 Uhr!

Tiere, wohin das Auge reicht

Das Schöne an der frühen Uhrzeit ist, wenn man sich einmal aufgerafft hat, dass der Morgen seine eigene, unverwechselbare Stimmung besitzt. Solch ein Morgen wie dieser ist für einen Fotografen wie mich ein Traum. Schon als ich in Neustadt los wanderte machte sich ein Gefühl des Glückes und der Freiheit breit. Dann kommst du über den ersten kleinen Hügel, siehst den Nebel der im Tal schwebt und die Landschaft, welche von der goldenen Sonne angestrahlt wird. Zu dieser Stimmung gesellen sich dann verschiedene Vogelstimmen und wenn man aufmerksam ist, bekommt man diese gefiederten Freunde auch zu Gesicht. Ob Meise, Amsel, Specht oder Bussard, mit welcher Eleganz sie sich von einem Ort zum anderen bewegen, ist einfach toll. Wenn dann vor mir auch noch zwei Häschen über den Acker hoppeln und die Schafe auf der Weide immer näher zu mir kommen, dann macht sich in mir immer so ein wohliges Gefühl breit. Tiere, in welcher Form auch immer, sind einfach herzallerliebst.

Eichhorn, Eichörnchen und die Liebe

Die Liebe gibt es eben nicht nur bei den Menschen. Auch im Tierreich kann man das immer wieder sehen, so wie ich bei Herrn Eichhorn und Frau Eichhörnchen. Ob sie sich wirklich lieben kann ich natürlich nur vermuten, aber wie sie so hintereinander her den Baum hoch und runter sind und sich immer wieder beschnuppert haben, da kommen schon mal solche Gedanken. Dabei war es sogar ein schwarzes und ein rotes. Liebe kennt eben keine Haut…äähmm…Fellfarbe. Schön, wenn das auch bei uns Menschen doch immer so wäre. Die beiden Fellnasen habe ich übrigens im Nordhäuser Stadtpark turteln sehen. Doch zuvor ist mir Kollege Eichhorn schon im Park Hohenrode aufgefallen. Ob es der selbe war? Kann ich nicht beurteilen, aber die Nähe von Stadtpark zu Park Hohenrode würde es möglich machen.

Liebe geht durch den Magen

Jetzt habe ich euch von Herrn Eichhorn und seiner Liebschaft erzählt, die sich womöglich eine Nuss teilen. Doch auch ich esse gern und führe auch bei einer Wanderung meine Freundin gern aus. Da ist es mir natürlich auch wichtig, nicht nur Tiere, Wald und Wiese unterwegs zu treffen. Auf der Strecke, die ich mir dieses Mal herausgesucht hatte, wäre vermutlich selbst Obelix fündig und satt geworden. Bereits in Neustadt kann man im Landgasthaus “Zur Herrenwiese” köstlich speisen. Geht man diese Tour am Wochenende, so gegen 14.00 Uhr, dann bekommt man im Landcafé in Harzungen leckeren hausgebackenen Kuchen. Danach muss man sich wieder ein wenig bewegen, um dann in der “Feinen Speiseschenke” in Rüdigsdorf beköstigt zu werden. Aber damit noch nicht genug. Die Freunde der asiatischen Küche, dürfen sich auf chinesische Gaumenfreuden in Harzrigi freuen und zu guter Letzt und fast am Ende der Tour wartet mein persönliches Highlight, das “Bent Eight Diner” im Zollhäuschen am Nordhäuser Stadtpark, mit leckeren, selbstgemachten Burgern (Fleisch und Brötchen aus der Region) auf euch. Mehr Magen-Liebe geht nicht!

Der GPS-Track der Tour folgt noch und hier sind die Fotos!