Eine Reise durch das Kyffhäuserland

Eine Reise in die Nähe

Eine richtige Reise, wie man es auf den ersten Blick vermuten würde, war es nicht. Ich hatte nicht extra einen Koffer oder einen Rucksack gepackt. War ich ja auch nur einen Tag unterwegs. Doch ist es erstaunlich, was man an einem einzigen Tag so alles sehen und erleben kann. Nur viele trauen sich gar nicht, es einfach mal zu tun – ihre eigene Heimatregion entdecken. Nur wenige Kilometer entfernt von Niedersachswerfen liegt das Kyffhäusergebirge und gleich dahinter (aus Südharzer Sicht) befinden sich so nette Örtchen wie Heldrungen, Oldisleben, Hauteroda, Braunsroda oder Wiehe. Jedes für sich hat etwas ganz besonderes, etwas Zeigenswertes. Im Auftrag des Tourismusverbandes Südharz Kyffhäuser (für den ich hauptberuflich tätig bin) wollte ich diese Besonderheiten in Bilder festhalten und gleichzeitig euch diese schöne Region präsentieren.

muehlencafe-langroda-hammaphotos-by-christian-schelauske

Von Braunsroda nach Wiehe

Über die Autobahnen A38 und A71 kommt man von Nordhausen aus in weniger als einer halben Stunde bis Braunsroda. Da fährt man direkt von der Autobahn quasi in den Ort. Wobei Ort fast ein wenig zuviel sagend ist. Ein paar wenige Häuser rahmen hier den Gutshof von Bismarck ein. Dieser ist mit seiner Gastronomie immer eine Reise wert und am ersten Samstag in jedem Monat gibt es einen Bauernmarkt. Meine Reise führte mich weiter nach Donndorf. Ebenfalls nicht sichtbar größer als Braunsroda, kann dieser Ort mit einem tollen Kloster aufwarten. Hoch oben über dem Örtchen erbaut, ist die sehr gut erhaltene Anlage heute eine Bildungs-, Wohn- und Tagungsstätte. Vom Kloster ging es dann nach Wiehe. Ihres Zeichens eine Stadt, die neben der bekannten Modellbahn auch mit einer schönen Kirche am Marktplatz und einem Schloss, samt Bürgerhäusern, glänzen kann. Gerade vom Schlossteich hat man einen tollen Blick auf die herrschaftliche Anlage.

schloss-wiehe-5-hammaphotos-by-christian-schelauske

Wo die Mühlen mahlen

Am wenigsten erwarten würde man auf einer Reise durch das Kyffhäuserland, dass einem Mühlen begegnen. Doch tatsächlich gibt es das. Dazu wurden sie auch noch in einem jeweils unterschiedlichen Stil erbaut. Wo in Langenroda eine Bockwindmühle steht, eine hölzerne Mühle, die sozusagen “aufgebockt” ist, kann in Immenrode bei Sondershausen eine steinerne Turmwindmühle begutachtet werden. Das Besondere daran ist, dass beide, mehr oder weniger, zugänglich sind. Der Mühlenverein in Immenrode kümmert sich um den Erhalt dieses steinernen Werkes und die Mühle kann nach Voranmeldung besichtigt werden. In Langenroda gibt es sogar ein Mühlencafé direkt neben dem vierblättrigen Windfänger und man kann bei Kaffe und Kuchen genießen.

turmwindmuehle-immenrode-2-hammaphotos-by-christian-schelauske

Die Sachsenburgen und der Super-Mond

Hoch oben über Sachsenburg erkennt man schon aus der Ferne die beiden dem Ort gleichnamigen Burgen. Zwei Ruinen, die jeweils mit einem imposanten Bergfried Präsenz zeigen und zum Teil sehr gut erhalten sind. Die Auschilderung vom Ort aus ist eher nicht vorhanden. Als kleiner Tipp: wer nicht so gut zu Fuß ist, der kann die Burgstraße bis nach oben fahren. Dort ist ein kleiner “Parkplatz”. Ich wusste das nicht und habe mich auf den Parkplatz an der Ampelkreuzung gestellt, um von dort eine kleine Wanderung zu machen. Wenn man erst einmal oben ist, kann man den Blick, vor allem von der unteren Hakenburg, ins Tal genießen. Als Abschluss des Tages sollte noch der Super-Mond auf mich warten. Seit über 70 Jahren der Erde am nächsten. Daraus wurde aufgrund der Bewölkung leider nichts, was ich persönlich auch nicht ganz so schlimm fand. So konnte ich aber endlich mal tun, was ich schon sehr lange tun wollte, nämlich Nordhausen bei Nacht und von (schräg) oben zu fotografieren. Der Himmel hatte eine tolle Farbe und die Stadt selbst leuchtete was das Zeug hielt. Da kam mir der Gedanke, dass ich demnächst mal einen Blog über Nordhausen schreiben sollte…

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