Erfurt im Regen ist schön

Thüringens Hauptstadt ist immer schön

Das lang erwartete Wochenende, speziell der Sonntag, war endlich gekommen. Meine Freundin war schon voller Vorfreude, denn es ging nach Erfurt. Dort war gerade die Rassehundeausstellung in der Messe und nun ja, da wir uns demnächst einen Hund zulegen möchten, war das der ideale Platz um mal zu schauen, was denn so interessant für uns wäre. Für mich als Fotograf war es allerdings eher uninteressant. In den Hallen war es zu dunkel und es waren viel zu viele Menschen um die Hunde. Aber wir waren ja auch auf der Messe um nach potentiellen Familienmitgliedern Ausschau zu halten. Was uns so in den Sinn gekommen ist wird noch nicht verraten.

Erfurt Ska Hammaphotos

Auf in die City

Als wir uns dann noch mit leckeren Kartoffelspalten, Pommes und Knobibrot, also wir zwei zusammen, nicht jeder die drei Sachen, gestärkt hatten ging es dann noch in die Altstadt von Erfurt. Rein zufällig war an diesem Wochenende auch noch Krämerbrückenfest, was bedeutete, dass jede Menge Menschen unterwegs waren und das ein oder andere nicht so schön zu fotografieren war. Aus diesem Grund und weil es sehr trüb und ein wenig regnerisch war, habe ich mich dazu entschlossen meine Bilder ein wenig anders zu gestalten. Als Fotograf muss man ja flexibel sein und Erfurt ist echt bei jedem Wetter schön. Man muss nur wissen wie…

Erfurt 20

Erfurt in schwarz und weiß

Also wurde der Modus kurzerhand auf Monochrom (schwarz/weiß) gestellt und los ging es durch die schönste Stadt Thüringens. Es sollten aber nicht die touristischen Highlights sein, die Ziel meiner Kamera sind oder zumindest nicht so wie sie jeder fotografiert. Aus diesem Grund ging es eben nicht schnurstracks zum Dom, nein! Erfurt hat vor allem sooooo schöne Gassen und Wege, mal schmal, mal etwas breiter und nicht geteert sondern tolles Kopfsteinpflaster. Diese Stadt begeistert mich jedes Mal, wenn ich hindurch laufe. Auch wenn ich diese Liebesschlösser an Brücken oder wo auch immer eigentlich nicht mag, es sind immer tolles Fotomotive, die uns dann auch zu unserem ersten kleinen Geheimtipp bringen. Das „Altstadtcafé“ liegt im Fischersand, direkt und sehr romantisch am Flüsschen Gera. In dieser romantischen Atmosphäre, die Außenterrasse direkt über dem Wasser, haben wir uns einen vorzüglichen heißen Kakao bestellt. Frisch aufgewärmt und dem Wetter trotzend ging es in die Altstadt Richtung Krämerbrücke. Auf dem Fischmarkt erwartete uns ein Höhepunkt, zumindest für mich, musikalischer Art. Die Ska-Band „Psycho and Ska Funk´l“ zeigte ihr Können und begeisterte die Massen. Ich kam nicht umhin ein paar Fotos und sogar ein Video zu machen.

Erfurt 15

Offensichtlich ist langweilig

Von dort schlenderten wir weiter durch die Altstadt, immer auf der Suche nach den kleinen, nicht gleich offensichtlichen Dingen, die Erfurt so besonders machen. Einfach Dinge die so, denke ich, nicht jeder fotografiert. Desto weiter wir Richtung Krämerbrücke kamen, umso mehr Menschen tummelten sich. Aber es war nicht unangenehm überfüllt, auch wenn das die Straßenbahnfahrer sicher anders sehen. Wir kamen also nicht umhin über die sehr schön, mit bunten Luftballons, geschmückte Krämerbrücke zu schlendern. Natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn am Ende der Brücke, das ist ein bisschen wie mit dem Regenbogen und dem Topf voll Gold, wartete etwas ganz tolles. Das für mich leckerste Eis in ganz Erfurt, bei „Goldhelm Eiskrämer“. Goldhelm macht eben nicht nur sauleckere Schokolade…

Tschüss Erfurt

Mit essen war es nun aber genug, soviel kann ich gar nicht Sport machen, auch wenn es noch viele verlockende Genüsse gab. Der Regen wurde nun auch stärker und wir entschlossen uns Richtung Bahnhof zu tingeln, wo der Zug gen Heimat auf uns wartete, also nicht direkt auf uns, aber ihr wisst was ich meine. So hieß es tschüss zu sagen liebes Erfurt, wir kommen sicher wieder und ich denke der ein oder andere der das gelesen und die Fotos gesehen hat, wird dich auch besuchen kommen!