Jede Menge Schafe und drei Stempelstellen

Die Region der Stempelstellen

Durch den gesamten Harz erstreckt sich ein Netz von 222 festen und „wandernden“ Stempelstellen. Auf meinen bisherigen Wanderungen durch mein Lieblings-Mittelgebirge bin ich schon an dem einen oder anderen Stempelkasten vorbeigekommen. Jedes Mal habe ich mich geärgert, dass ich noch kein Stempelheft der Harzer Wandernadel habe. Denn jeder Stempelkasten verbirgt in seinem Inneren einen individuellen Stempel, den man sich dann in sein Heft stempeln kann. Wer am Ende alle 222 Stempel „gesammelt“ hat, der darf sich dann Wanderkaiser nennen. Natürlich gibt es auch nach  weniger gesammelten Stempeln schon Auszeichnungen. So gibt es die Wandernadel in Bronze, Silber und Gold zu erwandern, als auch die Möglichkeit Wanderkönig zu werden. Hinzu kommen ebenso diverse Themennadeln.

Stempelstellen Hammaphotos

Mein erstes Stempelheft

Da ich mich immer geärgert habe kein Heft zu haben, als ich an den Stempelstellen vorbei gekommen bin, war es nun an der Zeit mir solch eines zu kaufen. Auch wenn mir bisher viele Stempel durch die Lappen gegangen sind (die ich nochmal nachholen muss), bin ich nicht traurig, denn so habe ich einen weiteren Grund, mir diese tollen Stellen nochmals anzuschauen. Nachdem ich mir also am Samstag mein Heft in der Tourist-Info in Nordhausen gekauft habe, konnte es am Sonntag dann losgehen mit der Stempelsammelei. Auf meiner ersten Tour mit dem neuen Heft gab es gleich drei Stempelstellen zu erwandern. Na gut, wenn ich ehrlich bin habe ich mir die Route extra so gelegt. Hilfreich dabei war mir vor allem das dazugehörige wetterfeste Kartenset, in dem alle Stempelstellen verzeichnet sind.

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Rund um Wieda

So nun wisst ihr, dass ich ein Stempelheft habe und wozu es da ist und jetzt erzähle ich euch natürlich auch noch, wo meine erste Stempeltour lang führte. Mein Weg begann im schönen Harzer Örtchen Wieda. Nördlich von Walkenried gelegen, zieht sich der Ort wie eine Perlenschnur durch die Landschaft. Viele tolle, harztypische Häuschen prägen das Ortsbild. Nachdem ich mein Auto abgestellt und den Hund an die Leine gelegt hatte, ging es noch ein Stück durch den Ort, bevor der Weg an der Seniorenresidenz gleich zu Beginn recht steil anstieg. Da muss ich auch gleich mal zum Titel des Beitrags zurückkommen, denn hier standen sechs Plastikschafe auf einem Flachdach. Dies sollte allerdings nicht die letzte Schaf-Begegnung des Nachmittags sein.

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Von Stempelstelle zu Stempelstelle

Nachdem ich dann nach gut einem Kilometer die erste Stempelstelle auf der Tour erreicht hatte, bot sich mir ein toller Blick von der Kreuztalklippe auf Wieda. Nach knapp einem Kilometer, teils sehr steil bergauf, gibt es hier auch die Möglichkeit eine kleine Rast einzulegen. Auf dem höchsten Punkt der knapp 8,5 Kilometer langen Runde war ich allerdings noch lange nicht. Immer weiter bergan zog sich der Weg bis zur nächsten Station der Harzer Wandernadel. An den sogenannten Bremer Klippen wartet Stempel 163 auf die fleißigen Sammel-Wanderer. Aber nicht nur der, sondern auch ein toller Ausblick Richtung Stöberhai. Noch ein paar hundert Meter bergan und der höchste Punkt der Tour war erreicht. Zum nächsten Stempel ging es dann noch bergab, bis zur Helenen-Ruh, am Wiedaer Hüttenweg gelegen.

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Schafe und Teiche

Nachdem ich nun alle Stempelstellen auf meiner Tour abgewandert hatte und der Weg Richtung Tal führte, wurde es wieder tierisch. Dieses Mal kein Plastikschafe, sondern echte, aus Fleisch und Blut und mit traumhafter Wolle. Und ich spreche hier nicht von fünf oder sechs. Ich spreche von einer ganzen Herde. Schafe sind echt tolle Tiere, die man einfach lieben muss. Mein kleiner Balu hat mich auch ganz stolz gemacht, denn er hat sich einfach neben mich gelegt als ich die Wollknäuel fotografiert habe und er hat sie einfach nur beobachtet. Die Schäfchen haben sich auch als klasse Models erwiesen und waren sehr neugierig. Hinab zurück in den Ort bin ich noch an zwei Teichen entlang gekommen, die zum Entspannen und Genießen einladen.

Beim nächsten Mal würde ich eine Tour ab und nach Wieda wahrscheinlich schon morgens machen, denn 19.00 Uhr haben leider keine Cafés mehr geöffnet.

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11 Replies to “Jede Menge Schafe und drei Stempelstellen”

  1. ich bin auch ein wandernadelfan. habe es schon zum wanderkönig gebracht-
    das in nicht einmal einem jahr. ich kenne das. ich habe schon vorher 10 jahre
    lang den harz bereist (hasselfelde). die grünen kästen fielen mir nicht auf.
    dann wumm! es ist wie eine sucht. ich komme aus hille(nrw).

    1. Hallo Manfred. Aus NRW? Respekt. Ich finde es immer wieder toll, wenn Leute von weit her anreisen, um durch unseren Harz zu wandern. Und dann in nur einem Jahr zum Harzer Wanderkönig? Nicht schlecht. Ich habe als Harzer über zwei Jahre gebraucht 🙂

  2. Na dann willkommen bei den Harzer Stempeljägern 🙂 Kleine Anmerkung: Die 222 Stempelstellen sind alle fest. Zusätzlich gibt es alle paar Monate (drei?) noch einen wandernden Stempelkasten. Der ist aber quasi außerhalb der Wertung. Ansonsten tolle Fotos. Da nehm ich mal so ein paar Perspektiven mit!

      1. Wenn du die Nr. 162 bei Stempel 162 einstempelst, wirst du wohl bald den Überblick über die Anzahl deiner gesammelten Stempel verlieren😋!

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