Mountainbike und Fotografie

Wenn das Mountainbike zum „Hindernis“ wird |

Zuerst einmal fahre ich sehr gern mit meinem Mountainbike. Das soll jetzt nicht so rüberkommen, als würde es mich nerven. Doch irgendwie passt für mich persönlich die Kombination nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Dieses dauernde Auf- und Absteigen. Zumindest wenn ich schöne Fotos möchte. Vom Zweirad aus zu fotografieren, da stimmen für mich persönlich die Ergebnisse nicht.

Mountainbike Hammaphotos

Ein Versuch war es wert

Die Hoffnung, die ich in die Sache gesetzt hatte war, mal wieder öfter das Mountainbike zu nutzen und mit dem Bloggen zu vereinen. Von der Idee her schien mir das auch ganz gut. Große Strecken abdecken, viel sehen und fotografieren. Mir war auch bewusst, dass ich für gute Fotos auch absteigen muss. Allerdings sind Theorie und Praxis immer zwei Paar Schuhe. Das musste ich ebenso leidvoll feststellen. Denn wenn ich einmal am Fahren bin und dann plötzlich ein tolles Motiv kommt, da fällt es mir doch schwer anzuhalten. Mal abgesehen davon, dass ich beim Fahrradfahren viele Motive einfach nicht wahrnehme.

Mountainbike Hammaphotos

Schluss mit dem Gejammer

Doch was soll´s. Ich hatte es mir vorgenommen. Ich habe Fotos gemacht, auch wenn es wenige sind. Ich wollte einen Blog-Beitrag dazu schreiben und nun geht es damit auch los. Denn Spaß gemacht hat es schon, mit dem Mountainbike durch die Südharzer Landschaft zu radeln. Das Wetter hat gepasst. Die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können. Startpunkt war Niedersachswerfen. Das lag nah, denn hier bin ich zu Haus. Anfangs ging es schön allmählich ein wenig bergauf, immer den steil aufragenden Harz vor Augen, der sich hinter Ilfeld aufbäumt. Soweit wollte ich aber gar nicht in den Harz hinein.

Mountainbike Hammaphotos

Nach Neustadt

In Ilfeld angekommen hielt ich erstmal ein wenig Abstand von den steilen Wänden. Ein wenig durch den Ort, immer Richtung Neustadt, an der Wiegersdorfer Kirche vorbei, musste ich dann doch das erste Mal absteigen. Allerdings nicht zum Fotografieren. Nein, es ging einen Anstieg hinauf, der doch recht schmierig und mit Steinen versehen war. Es blieb beim Versuch, denn mein Stollenprofil auf dem Hinterrad ist nicht mehr das allerneueste. Am Kohlemeiler vorbei, die Burgruine Hohnstein im Blick erreichte ich den heilklimatischen Kurort Neustadt/Harz. Ein Fachwerkhaus am nächsten reiht sich in der Burgstraße wie an einer Perlenkette auf. Schon ein toller Anblick. Hier bin ich dann auch das erste Mal zum Fotografieren abgestiegen. Die Resultate geben mir Recht.

Mountainbike Hammaphotos

Zur Burgruine Ebersburg

Wieder auf das Mountainbike geschwungen folgte nun wieder eine Bergauffahrt. An Krankenhaus und Lönspark vorbei, immer Richtung Talsperre. Eine nette Familie überholend, okay sie waren zu Fuß unterwegs, quälte ich mich die Straße hinauf. War ja auch meine erste richtige Tour dieses Jahr. Normalerweise ist es nicht so qualvoll. Doch Anstiege haben immer ein Gutes. Es geht wieder bergab. Ich liebe es. Bis zum Fuß der Ruine Ebersburg ging es schon gemächlich hinunter. An der Sägemühle, eine nette Gaststätte mit leckeren Speisen, angekommen hätte ich mein Mountainbike stehen lassen und anketten sollen. Denn ich habe es zur Ruine hoch eh nur geschoben. Dafür war der Ausblick und die Abfahrt (gleicher Weg hoch wie runter) schon ziemlich cool.

Mountainbike Hammaphotos

Stempeda, Alter Stolberg und nach Hause

Von der tollen Abfahrt konnte ich mental ein wenig zehren und musste ich auch. Nun ging es nämlich wieder ein ganzes Stück hinauf. Nicht steil, aber dafür lange, zumindest gefühlt. Auf der Kohlenstraße/dem Kohlenweg, der sehr Nass und auch teils matschig war – zu meiner Freude – erreichte ich den kleinen Ort Stempeda. Hier gibt es Kultur zu sehen. Eine der ältesten aus Gipsstein gebauten Kirchen steht hier, direkt am Luther-Wanderweg. Und wenn man denkt die Qual hat so langsam ein Ende, geht es nochmal ordentlich steil nach oben. Aber ich fahr ja MOUNTAINbike, vergesse ich immer mal wieder. Über den Stein 100 und den Stempedaer Marktweg erreichte ich Steigerthal. Nun noch am Bach entlang, auf die Straße bis nach Leimbach und weiter nach Nordhausen. Von hier waren es nur noch knapp fünf Kilometer.

Fazit

Zu Hause angekommen war eines für mich klar. Ich liebe es noch immer mit dem Mountainbike zu fahren. Doch nebenbei Fotos zu machen und etwas für den Blog zu schreiben, das wird nicht Favorit werden. Da bleibe ich lieber beim Wandern und Reisen.

Deshalb wird der kommende Blog-Eintrag auch wieder ein Reise-Eintrag. Ich will euch die deutsche Hauptstadt mal von einer ganz anderen Seite zeigen. Seid gespannt ob mir das gelingt.

Bis dahin!

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