Prag – per pedes durch die “Goldene Stadt”

Prag zu Pfingsten 2015

Ich weiß ich nenne das hier einen Wander-Blog und damit verbindet man eher Natur und Ruhe, aber diese Fotos muss ich unbedingt zeigen. Wenn man es großzügig sieht, war es ja auch eine Städte-Wanderung. Denn gelaufen sind wir – meine Freundin und ich – bis die Füße gequalmt haben. Aber von vorn: Wir wollten unbedingt einmal nach Prag, denn für sie war es ein Wiedersehen und für mich etwas Neues. Da sie Bekannte dort hat, konnten wir das Geld für die Übernachtung sparen. Der Termin war schnell gewählt, denn das verlängerte Wochenende über Pfingsten sollte man nutzen. Man macht sich ja vorher immer ein paar Gedanken, was man sich so anschauen möchte, aber meistens bleibt einem dafür gar nicht soviel Zeit wie man bräuchte. Dennoch denke ich, dass wir einige der wichtigsten Dinge gesehen haben. Manche haben uns begeistert und von manchen waren wir ein wenig enttäuscht. So führte uns unsere persönliche Tour zur Prager Burg, nebst dem Goldenen Gäßchen. Die Burg hätten wir uns gern auch von innen angesehen, aber dafür wäre drei Stunden Warteschlange angesagt gewesen. Also sind wir gleich durch das Goldene Gäßchen geschlendert. Himmel und Volk war hier unterwegs, was aber damit zu erklären war, dass es sich einfach lohnt dieses kleine Gäßchen zu besuchen. Die Häuser kaum Höher als ein Mensch, erzählen Geschichten von damals und hinter jeder Tür verbirgt sich etwas Besonderes. Völlig fasziniert davon wollten wir dann DAS Highlight der Stadt Prag erkunden, die Karlsbrücke. Ich muss leider sagen, das war nicht so nach meinem Geschmack. Eine Brücke, auf der sich zwar Künstler zeigen und ihr können unter Beweis stellen, allerdings ist es nahezu unmöglich einfach mal stehen zu bleiben und zu genießen. Man wird quasi durch den Strom der Massen über die Brücke geschoben, ob man will oder nicht. Aber das sollte uns nicht die Laune verderben. So schlenderten wir durch das jüdische Viertel, über den Wenzelsplatz, durch die wunderschöne Altstadt und hinauf zum Petrin-Turm. Von hier hat man eine traumhafte Aussicht über die ganze Stadt und ich muss sagen, auch von oben sieht Prag echt toll aus. Nach der ganzen Lauferei mussten wir uns natürlich auch ein wenig stärken. So trieb es uns in das berühmte U Fleku. Essen und Trinken kostet in Prag ja auch nur einen Bruchteil von dem, was man in Deutschland dafür auf den Tisch legt, aber die Qualität leidet darunter nicht. Es war jedenfalls sehr lecker und ich kann es empfehlen, allerdings ist es mittlerweile sehr auf Tourismus ausgelegt.

Ich weiß ihr wartet auf ein paar Fotos und ich will euch nicht weiter warten lassen:

Prag – Goldene Stadt an der Moldau