Rund um die Talsperre bei Neustadt

Die Talsperre und ihre Besonderheiten

Die Neustädter Talsperre hat eine besondere Stellung in Thüringen. Sie ist nämlich die älteste Trinkwassertalsperre des Freistaates. Doch sie ist nicht nur alt, sondern auch noch wunderschön, wenn man das zu einer Talsperre sagen darf. Mit ihren zwei Türmchen ist sie auch in ihrer Erscheinung etwas Besonderes. In Größe und Wasservolumen kann sie vielleicht nicht mit ihren „Geschwistern“ in Thüringen und im Harz mithalten. Aber es kommt eben nicht immer auf die Größe an, wie man so schön sagt. Doch ein kleines Manko hat auch die schöne Neustädter Talsperre. Sie ist leider nicht für den alltäglichen Besucherverkehr freigegeben. Woran das liegt, muss man mal mit der Talsperrenverwaltung diskutieren, am besten bei einer Führung, welche die Verwaltung auf Anfrage durchführt. Doch nun auch ein bisschen was zur Wanderung.

Talsperre

Von der Burgruine Hohnstein zur Talsperre

Der Titel der Unterüberschrift verrät es schon ein bisschen. Ausgangspunkt der Tour war die Burgruine Hohnstein, in dessen Burggasthof am Ende der Tour auch noch ein leckerer Kakao wartete, dazu später mehr. Meine Freundin und ich hatten dieses Mal auch ein wenig Wanderzuwachs bekommen. Neben unserem Balu haben wir dieses Mal noch Berner Sennen Hündin Laika mit dabei gehabt. Sie gehört einer Freundin und wir habe ein wenig Hundesitting gemacht. Vom Fuße der Ruine ging es erstmal ein ganzes Stück dem Symbol mit der Dampflok auf braunem Grund folgend bergan. Durch dichten Laubwald schlängelte sich der Weg, der hier und da ein wenig matschig war, was zu dieser Jahreszeit aber nicht so ungewöhnlich ist. An der ersten großen Wegkreuzung geht es nach rechts auf die Alte Poststraße, dort ein kleines Stück auf Schotter und dann gleich wieder scharf links ins Tal hinab. Über eine Brücke und einen etwas steileren, aber kurzen Anstieg gelangt man auf den betonierten Fahrweg, der bis zur Talsperre führt.

Talsperre

Schicker Blick rundherum

Kurz bevor die Krone der Staumauer erreicht wird verlässt man am besten nochmals den Fahrweg und folgt in der letzten Kurve dem Weg aus Lochplatten, die zu einem tollen Aussichtspunkt auf die Talsperre führen. Hier könnte man sich den ganzen Tag satt sehen. Aber Vorsicht! Ihr solltet euch noch ein wenig Platz im Magen lassen, für die anderen tollen Dinge, die ihr rund um die Staumauer sehen könnt. Immer entlang des Stausees führt nun der Weg und die Bäume am Rand des Gewässers geben mal hier, mal da einen interessanten Blick auf die Talsperre frei. Nach ein paar Kilometern kommt ihr dann an das „Ende“ oder den „Anfang“ der Talsperre. Je nachdem aus welcher Perspektive man es sieht. Wo der Einfluss des Bergbaches ist gibt es einen Querweg, welcher auf die andere Seite führt und auf der Westseite des Beckens wieder Richtung Burgruine führt.

Talsperre

Stempelfreunde aufgepasst

Wenn ihr auf der Westseite an der Staumauer angekommen seid, wird euch ein grüner Kasten auffallen. Wie, es gibt Leute, die wissen noch nicht was das ist? Das ist ein Stempelkasten der Harzer Wandernadel. Wer schon ein Stempelheft hat, der kann hier auf dem Weg zu seiner Kaiserschaft einen weiteren Schritt machen. Doch nicht nur hier, auch an der Burgruine Hohnstein steht so ein Kasten. Ihr habt mit einer Runde um die Talsperre die Möglichkeit, gleich zwei Stempel zu sammeln. Ich selbst stehe jetzt bei 6 Stempeln. Das liegt weniger daran, dass ich faul bin, vielmehr bin ich manchmal ein wenig schusselig und lasse öfter mein Heft zu Hause liegen. Da heißt es dann eben, dass ich zu einigen Stellen öfter wandern muss. Ich sehe es mal nicht als Strafe, sondern als Belohnung. Eine weitere Belohnung gab es dann wie bereits erwähnt auf der Burgruine Hohnstein. Denn am Ende solch einer schönen Runde um die Talsperre gibt es nicht schöneres als eine wohlschmeckende heiße Schokolade.

Talsperre