Rund um Rothesütte im Mai

Rothesütte – ein Mekka für Naturliebhaber |

Wo die Welt noch in Ordnung ist. So findet man das kleine südharzer und nordthüringer Örtchen Rothesütte vor. Geht man durch die Straßen hat man das Gefühl es gibt mehr Ferienhäuser und –wohnungen als Wohnhäuser und dies meiner Ansicht nach auch zu Recht. Denn hier „oben“ auf knapp 600 Metern kann man es sich mehr als gut gehen lassen, die Ruhe genießen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Von hier aus gibt es zu Fuß einiges zu entdecken. Doch auch wenn ich mich wiederhole, es ist vor allem die Ruhe die Rothesütte so besuchenswert macht.

Meine Wanderung begann an einem ganz besonderen Ort, nämlich dem wo bis in die DDR-Zeit hinein die Kirche stand und wo heute noch die Kirchenglocke ihren Platz findet. Direkt nebenan gibt es auch etwas für die Feinschmecker unter euch. Das Café und Restaurant „Kaminstube“. Nachdem ihr meine Tour gelaufen seid, solltet ihr dort unbedingt den leckeren selbstgebackenen Kuchen probieren. Aber es gibt auch etwas für den größeren Hunger. Doch nun erstmals los. Als kleinen Tipp vorab: die Tour ist ein wenig Freestyle, will sagen, nicht immer wird euch ein Schild den richtigen Weg weisen. Ihr solltet also unbedingt den GPS-Track nutzen den ihr euch von outdooractive.com ziehen könnt und entweder mit der App von Outdooractive oder ApeMap (beide kostenlos) navigieren, dann kann quasi nix schief gehen. Es ging auf geschottertem Forstweg in den Wald hinein. Bereits nach einigen 100 Metern kam ich an eine Stelle, an der einmal geköhlert wurde. Diese Öfen wurden 1947 stillgelegt und in den 90er Jahren als Denkmal wieder hergerichtet. Der Weg führt immer weiter in den Wald hinein. Keine Sorge, das wird jetzt kein Märchen von Grimm und ihr müsst auch keine Brotkrumen streuen. Es ging immer weiter auf dem schottrigen Untergrund und überall, ja wirklich überall wo ich hinschaute war es grün. Einfach traumhaft und dazu das Vogelgezwitscher, welches mich doch immer wieder zu dem Entschluss bringt, dass ich hier genau das Richtige mache. Damit es aber nicht nur auf „langweiligen“ Schotterwegen vorangeht, gab es dann einen kleinen Abstecher nach links, einer Fahrspur folgend, die sich dann in einen Hohlweg „verwandelte“ und auf dem ich an einer Lichtung mit Bachlauf landete. Hier scheinen normalerweise Rinder zu stehen, darauf ließ der Weidezaun schließen. Wie ich später herausfand hatte ich von hier einen Blick in das sogenannte Helltal. Mich immer weiter von Rothesütte entfernend kam ich wieder auf einen geschotterten Weg, der mich dann von der anderen Seite in das Helltal führte. Woher ich das weiß? Es stand auf den Wanderschildern. Über einen Fahrweg gelangte ich zum Helltalsteich und konnte in etwa die Stelle sehen an der ich von der anderen Seite in das Tal geschaut hatte. Nun wurde es ein wenig anspruchsvoll. Das war bei der Tourenplanung nicht so ganz ersichtlich, doch ich nahm es wie ein Mann und nahm den Anstieg, der durch einen Tunnel aus Geäst führte ohne Murren. Oben angekommen ging es weiter auf Forstwegen, über den Vogelheerd, bis an die Straße zwischen Netzkater und Rothesütte. Einmal gequert und zack ging es wieder bergan. Die Tour ist nicht unbedingt für Leichtmatrosen, wie man in der Schifffahrt sagen würde, geeignet, aber auch nichts was enorm schwer wäre. Parallel zur Bundesstraße führt der Weg dann wieder zurück nach Rothesütte, wo schon der leckere Kuchen auf euch wartet und die Tour zu einem rundum perfekten Erlebnis macht.

Solltet ihr genauso viel Spaß gehabt haben wir ich oder irgendwelche Anregungen haben schreib es einfach unten als Kommentar.

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