Solberge und eine Solquelle

Solberge und zurück

Es war Sonntag und sehr diesig. Eigentlich kein schönes Foto-Wetter. Doch es musste sein, ich brauchte unbedingt die Natur und das Wandern. Die Entscheidung fiel dieses Mal nicht auf den Harz, sondern das Harzvorland, die Goldene Aue. Ziel sollten die Solberge und der Stausee Kelbra sein. Startpunkt war das kleine Goldene-Aue-Dörfchen Hamma, der Ort in dem ich aufgewachsen bin. Grobe Richtung war Sondershausen, also Süden. Vorbei an der Hurenecke (die heißt tatsächlich so) gelangten wir – meine Freundin, der Hund meiner Eltern und ich – auf den „Weg Deutscher Kaiser und Könige“, auch als „Kaiserweg“ bezeichnet. Durch Wald und Flur erreichten wir nach knapp drei Kilometern das Europadorf Auleben. Dieses schnitten wir am Ortsrand, an den sogenannten vier Wegen, und machten noch einen Abstecher über den Bismarcksturm. Von dort hat man eine tolle Sicht auf den Ort und in die Goldene Aue. Wieder runter vom Turm führte uns der Weg dann doch nach Auleben hinein. An der Kirche vorbei gelangten wir in den Ortskern. Eine Mischung aus alten und neuen Häusern. Auch das Schloss und der Neue Rüxleber Hof sind sehr sehenswert. Nun ging es weiter nach Osten, wo wir schon am Ortsausgang die Solberge erspähen konnten. Auf frisch geschottertem Untergrund (mag ich persönlich eher weniger zum Wandern) folgten wir dem Weg bis zur Solquelle am Fuße der Solberge. Das Quellwasser war erstaunlich warm und wies einen leichten Salzgehalt auf. Alles andere als warm war das Wetter. Es windete und bei 1-2 Grad Außentemperatur war das kein Vergnügen. So beschlossen wir den Rückweg schon ein wenig eher anzutreten. Dieser führte uns wieder durch die Ortslage von Auleben. An Wiesen und Obstplantagen vorbei tauchten wir in den Wald ein. Endlich wieder Wald, wobei Wiesen auch etwas Schönes haben. Aber ich mag den Wald einfach lieber. Bereits das zweite Wochenende nacheinander lief uns ein Sprung Rehe, ca. 10 Tiere, über den Weg. Einfach toll! Dem Mühlenweg folgten wir wieder bis nach Hamma, wo wir unser Auto geparkt hatten.

Tipp:
Jeden Samstag und Sonntag öffnet das Mühlencafé von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr. Lecker selbstgebackener Kuchen und feinste Kaffee- und Kakaosorten. Gleich an der Kaffeemühle startet auch ein Barfußpfad, der vom Naturpark Kyffhäuser angelegt und gepflegt wird.

Die Fotos sind leider nicht so toll wie gewohnt, ich hab aber versucht das Beste herauszukitzeln. Ich hoffe mal für nächste Woche auf besseres Wetter!