Steig ein und erlebe den Südharz

Der Neue Südharzer Dampflok Steig |

Diesen “Dampflok Steig” würde es geben, wenn es nach mir ginge, nach jemandem der das Wandern liebt und ebenso den Südharz. Zum Südharz gehört nun auch einmal die Harzer Schmalspurbahn. Ob mit dem dampfenden Stahlross oder einem der Triebwagen, eine Fahrt ist immer wieder ein Erlebnis. Was läge da nicht näher, als dieses Erlebnis mit dem Wandererlebnis zu kombinieren. Mir hat es dieses Thema schon länger angetan, doch allein ist es natürlich schwierig solch ein Projekt umzusetzen. Durch meinen Hauptberuf bin ich allerdings mittlerweile in einer Position, wo man mit den richtigen Leuten dafür in Kontakt steht und seine Ideen darüber austauschen kann. Daher bin ich recht zuversichtlich, dass mein Traum nicht nur ein Traum bleibt, denn solch ein Steig wäre schon toll für die Region.

Aber bitte mit Qualität

Da wir ja aber nicht nur blind durch den Wald und über Wiesen irren wollen, soll der Steig auch eine gewisse Qualität besitzen. Diese Qualität kann man sich in Deutschland auch vom Deutschen Wanderverband bescheinigen lassen. Eine Menge Kriterien gibt es da zu erfüllen, doch da bin ich recht guten Mutes, denn die Voraussetzungen sind allemal gegeben. Nun heißt es noch die richtigen Leute finden und den richtigen Wegverlauf. Das ist auch der Grund, warum es heute diesen Beitrag gibt, denn den Verlauf der Strecke am PC zu planen ist das eine. Wichtig ist, was vor Ort wirklich an Wegen begehbar ist und wie reizvoll und idyllisch diese sind. Natürlich steht solch ein Weg auch immer mit den Akteuren vor Ort, welche da mitziehen müssen, wie die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe. Das wird eine spannende Aufgabe, doch nun zur Blog-Tour.

Mit dem Triebwagen zur Talmühle

Eigentlich soll der Dampflok Steig am Haltepunkt in Sophienhof starten. Da ich den Teil von Sophienhof zur Eisfelder Talmühle schon ein paar Mal gelaufen bin, haben wir uns diesen gespart und sind gleich an der Talmühle ausgestiegen. Bis dahin ging es von Niedersachswerfen schön gemütlich im historischen Triebwagen. Der Frühling zeigte endlich, dass er so langsam auch bereit für 2017 ist und ließ die Sonne so oft wie möglich scheinen. Zu Beginn machte der Steig seinem Namen alle Ehre. Es ging die ersten Kilometer stetig bergan, durch Mischwald und immer entlang eines kleinen Bergbachlaufes. Alles begann schon langsam zu grünen und der Weg schlängelte sich in Kurven hinauf bis zum ehemaligen Forsthaus “Christianenhaus”. Hier gilt es für mich noch herauszufinden, ob es von den derzeitigen Besitzern wieder geplant ist eine Ausflugsgastronomie anzubieten. Zurzeit sieht es eher nicht danach aus, aber dies werde ich herausfinden.

Hinab zum Netzkater

Vom Christianenhaus hinunter zum Netzkater-Bahnhof und zum Rabensteiner Stollen hatte ich mir digital einen Wegverlauf auf mein Smartphone gelegt, doch vor Ort entpuppte sich diese Route als eine eher schlechte Variante. Dort wo eigentlich der Weg sein sollte, floss so einiges an Wasser hinunter und es sah auch nicht so aus, als wäre es grad nur an dem Tag so. Wir haben versucht trockenen Fußes bis ins Brandesbachtal vorzukämpfen, was uns letztendlich auch gelang. Unten angekommen fanden wir einen Wegweiser der zum Christianenhaus zeigte. Vielleicht ist das die Alternative, da muss ich bei Gelegenheit noch hin. Von hier ging es jedenfalls erstmal dem Brandesbach folgend bis zum Bahnhof-Netzkater und dem Steinkohle-Besucherbergwerk Rabensteiner Stollen. Hier soll dann später mal die erste Etappe enden. Da wir aber “mittendrin” eingestiegen sind, waren wir noch nicht am Ende.

Drei Stempelstellen bis Ilfeld

Ab dem Rabensteiner Stollen zeigte der Dampflok Steig noch einmal warum er seinen Namen tragen soll. Hinauf zum Drei-Täler-Blick schlängelt sich der schmale Pfad und belohnt den Wanderer mit einer tollen Aussicht in die besagten Drei Täler. Hier oben gibt es für die Stempeljäger der Harzer Wandernadel auch mal wieder etwas abzugreifen. Weiter, immer leicht bergan, geht es auf schmalem Pfad und durch Laubwald, wo man zu träumen beginnt und Felsformationen das schöne Bild der Landschaft abrunden. Immer weiter hinauf, am Brocken-Blick vorbei, wo noch immer Schnee liegt, bis zur großen Wegespinne, dem höchsten Punkt unserer Tour. Der Dampflok Steig soll von hier noch zum Poppenbergturm (weitere Stempelstelle) und zum Falkenstein führen. Doch ich konnte meiner Freundin ansehen, dass ihr die Höhenmeter heute schon gereicht haben. Es war ja auch die erste richtige Wanderung des Jahres, da ist das verständlich. So ging es für uns über die Kupfertalsklippen, den oberen und unteren Bielstein, bis es dann (leider) doch noch einmal ein wenig bergauf zur Ilfelder Wetterfahne ging, wo die dritte Stempelstelle des Tages wartete.

Verdientes Guinness und lecker Kuchen im Schützenhaus

Nachdem ich uns an der Wetterfahne in Gipfelbuch eingetragen und den Stempel kassiert hatte, ging es nur noch bergab. Auch da bin ich mit dem Wegverlauf noch nicht zu 100 % zufrieden. Bis kurz oberhalb vom Gänseschnabel war alles okay, doch dann hat irgendwas nicht so gepasst, wie ich es mir vorgenommen hatte. Nichtsdestotrotz sind wir da herausgekommen wo ich das geplant hatte, nämlich am Schützenhaus in Ilfeld. Hier gibt es neben leckeren Gerichten aus regionalen Produkte (eigenes Lamm) auch immer ein frisches Guinness aus dem Fass. Da uns aber nicht so nach Lamm war an diesem Tag, durfte es ein superleckeres Stück Oreo-Torte sein, welches die Wanderung auch für meine Freundin zu einem positiven Ende brachte.