Südharz und Kyffhäuser in vier Tagen

Kyffhäuser, Südharz und noch mehr…

Heute möchte ich euch gern einmal mehr als nur eine Wanderung vorstellen. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum das Ganze!? Die Begründung ist ganz einfach. Meine Freundin und ich hatten Besuch aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Ulm. Es sollte ihr erster Urlaub im “Osten” werden und der sollte genau vier Tage dauern. Der “Osten” ist in diesem speziellen Fall meine Heimatregion, die den (Süd-) Harz und den Kyffhäuser einschließt. Dazu habe ich den Blog-Eintrag auch in Tage unterteilt. Aber lest selbst…

Tag 1: Es war Montag und somit hatten leider, wie hierzulande üblich, alle Museen ihren Ruhetag. Also was nun? Zum Glück fährt unsere geliebte Dampflok jeden Tag. So fuhren wir mit dem Auto bis nach Netzkater und dampften hinauf bis zum Haltepunkt Sophienhof. Nach kurzem Fußmarsch erreichten wir das kleine Dörfchen und kehrten zu Speis und Trank im Erlebnisgasthof Brauner Hirsch ein. Gestärkt ging es dann durch die Große Lindenhöhle zurück bis nach Netzkater. Als Abschluss des Tages folgte noch ein Besuch der Nordhäuser Altstadt.

Tag 2:
Frisch erholt vom ersten Tag war dieses Mal Geschichte und Geologie angesagt. Die Gipskarstlandschaft war den ganzen Tag unser Begleiter. Wo das Wasser den Fels aushöhlt und somit Seen und Hohlräume bildet, das ist die Heimkehle an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Der Eingang befindet sich auch bei unseren Nachbarn aus dem Land der Frühaufsteher. Mit vielen spannenden Informationen und interessanten Anekdoten wusste die Führerin zu begeistern. Sogar Fledermäuse bekam ich vor die Linse. Nächster Halt war die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Hier brauche ich gar nicht viel schreiben, denn dazu hatte ich vor kurzem bereits einen ganzen Blog-Eintrag verfasst.

Tag 3:
Aus der Karstregion ging es nun in die Harzregion, besser gesagt zum Großen Auerberg und in das Fachwerkstädtchen Stolberg/Harz. Unsere Gäste waren mehr als begeistert. Anfangs wollte das Wetter nicht so ganz wie wir es gern gehabt hätten, doch oben auf dem Josefskreuz angekommen empfing uns ein traumhafter Regenbogen und der Himmel öffnete sich zunehmends. Nach einer heißen Schokolade am Fuße des Turms machten wir uns auf nach Stolberg. Fachwerkhäuser wohin man schaut und ganz hoch oben über allem thront das Schloss, welches nach und nach in seinen früheren Zustand versetzt wird. Stolberg war auch die Geburtsstadt Thomas Müntzers, einem der Revolutionäre im Bauernkrieg, welcher uns auch an Tag vier weiter begleiten sollte.

Tag 4
Bevor wir wieder zur Begegnung mit Thomas Müntzer kamen besuchten wir erst einmal zwei weitere bedeutende Männer der deutschen Geschichte. Zwei Kaiser, einer mit langem roten Bart und einer mit einem nach außen aufgedrehten Schnurrbart. Ihr wisst sicher von wem die Rede ist. Ja genau, von Friedrich I. auch Kaiser Barbarossa genannt und Kaiser Wilhelm I. Nun ist auch klar wohin uns der Weg führte: zum großen Denkmal auf dem Kyffhäuser. Vom Kyffhäuser und vor allem von der obersten Plattform des Denkmals hat man eine traumhafte Sicht über die Goldene Aue. Zu guter Letzt begaben wir uns noch in die Kurstadt zum Fuße des Kyffhäuser, nach Bad Frankenhausen. Nachdem wir den schiefen Turm, der schiefer als der in Pisa ist, besucht hatten stand noch ein bisschen Kunstgeschichte auf dem Programm. Hier schließt sich auch der Kreis mit Thomas Müntzer. Auf einer Erhebung in Bad Frankenhausen steht das Panoramamuseum, wegen seiner Form auch “Elefantenklo” genannt. Im Inneren finden wir ein Rundgemälde mit einer Länge von knapp 170m und einer Höhe von 14m. Dieses von Werner Tübke gemalte Werk zeigt die Geschehnisse im und um den Bauernkrieg und somit auch Thomas Müntzer.

Fazit:
Um meine Region vom (Süd-) Harz bis zum Kyffhäuser kennenzulernen reichen vier Tage auf keinen Fall aus, die Beiden müssen also auf jeden Fall nochmal wiederkommen. Es gibt noch so viel mehr zu sehen. Aber einiges von dem was wir in den vier Tagen gesehen haben, möchte ich euch natürlich auch zeigen.

Südharz und Kyffhäuser erleben

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