Tour der Vielfalt – Rüdigsdorfer Schweiz

Die Rüdigsdorfer Schweiz – einfach wanderbar

Gestern bin ich noch beim Harztor-Lauf über die 8-Kilometer-Strecke gehetzt und musste deshalb heute meine Beine wieder ein wenig in den Normal-Modus zurückführen. Was hilft da besser als eine kleine Wanderung. Das Wetter war weltklasse und das wollte ich in der Rüdigsdorfer Schweiz genießen. Wo das ist werden sich jetzt vielleicht einige Fragen. Die Antwort darauf lautet: es liegt mitten in der Südharzer Karstlandschaft, an Nordhausen angrenzend. Ein Paradies für seltene Tier- und Pflanzenarten. Jetzt musste nur noch geklärt werden, welche Strecke wohl am besten geeignet ist. Da bin ich einfach einem Tipp des Naturpark Südharz gefolgt und habe mir den Flyer der „Tour der Vielfalt“ ausgedruckt. Los ging es am Parkplatz am Ortseingang des Nordhäuser Ortsteils Rüdigsdorf. Durch das kleine Örtchen hindurch, an der Kirche vorbei, gelangt man nach wenigen 100 Metern auf den Karstwanderweg. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick in Richtung Harz. Links und rechts des Weges eine eher karg wirkende Wiesenlandschaft, die aber durch ihre Artenvielfalt besticht. An Schneitelbuchen vorbei führte mich der Streckenverlauf durch einen tollen Hohlweg bis zur Krimderöder Gartensiedlung. Auf Mitte des Hohlweges geht es nochmal nach links in einen kleinen Steinbruch. Hier könnt ihr seltene Orchideenarten finden – aber bitte nicht pflücken oder anderweitigen Unfug damit treiben! Hieran erkennt ihr auch was die Rüdigsdorfer Schweiz so einzigartig und schützenswert macht. An der Gartensiedlung vorbei erreichten wir – ich war natürlich wieder mit meiner Freundin und Hund unterwegs – eine sprudelnde Karstquelle. Das Wasser war glasklar und auch lecker. Dem Wasserlauf folgend und eine Wiese überquerend gelangten wir an eine Koppel mit Highland Cattles. Schöne Tiere sind das. Jetzt wurde es wieder ein klein wenig anstrengend auf dem Weg hinauf zur Antiquar-Fischer-Eiche, laut dem Info-Schild an dem tollen Baum ein Treffpunkt für Gemütlichkeit und Umtrunk aus früheren Zeiten. Auch so etwas gibt es in der Rüdigsdorfer Schweiz. Weiter ging es entlang von weißblühenden Hagebuttensträuchern bis auf den kreuzenden Weg deutscher Kaiser und Könige. Vom Kreuzungspunkt aus hat man einen tollen Blick auf den Alabastergipsbruch „Rüdigsdorfer Schweiz“. Wer gern wissen möchte was Alabaster ist, der sollte sich selbst einmal dorthin begeben, denn dies erklärt die dort stehende Infotafel. Die letzten paar 100 Meter ging es noch auf der wenig befahrenen Straße, an Bisons vorbei, zurück zum Parkplatz auf dem unser Auto stand. Eine kleine, gemütliche Runde war zu Ende, die trotz ihrer Kürze einiges zu sehen bietet und nahezu für jedermann erlebbar ist.

Hier gibt es auch wieder den GPS-Track und selbstverständlich ein paar tolle Fotos!

Tour der Vielfalt