Von Stempeda zur Heimkehle

Zur Höhle Heimkehle im Alten Stolberg

Man muss das Wetter nutzen wie es kommt. Darum habe ich den vergangenen Donnerstag dem Wochenende vorgezogen, denn wenn schon einmal traumhafter Sonnenschein ist, warum dann auf das Wochenende und eventuell Regen warten. Das auserkorene Ziel lag dieses Mal im Nord-Osten des Landkreises Nordhausen, an der Grenze zu Sachsen-Anhalt: die Höhle Heimkehle im Alten Stolberg. Startpunkt der Wanderung war das kleine Örtchen Stempeda. An der schönen Kirche und dem Sportplatz vorbei ging es gleich zu Anfang recht steil bergan. Am Wegesrand begegneten uns (ja der Hund und meine Freundin waren auch wieder mit dabei) gleich alte Ruinen. Meine Recherchen ergaben, dass es sich wohl um ehemalige Wohnhäuser von Fabrikarbeitern handelt. Immer weiter den Waldweg entlang erreichten wir den Stein 100, ein Grenzstein zwischen den Kurfürstentümern Sachsen und Hannover. Am sogenannten Grenzsteinweg entlang stießen wir alle paar Meter auf weitere dieser Markierungen. Naja der Weg heißt ja nicht umsonst so. Aber schon spannend wie um 1735 die Menschen schon ohne große Technik diese Grenzen errichtet haben, mit Steinen die sicher nicht leicht waren. Der Grenzsteinweg führte uns bis zur Kalkhütte. Unterwegs gibt es immer wieder Infos zu den geologischen Besonderheiten des Alten Stolbergs. Von nun an folgten wir dem Karstwanderweg bis zur Heimkehle. Einfach nur traumhaft und idyllisch, auch wenn es ab und an etwas anspruchsvoll ist. Doch man wird gerade im März für seine Mühen mehr als belohnt. Ab dem sogenannten “Sauloch”, einer Doline, beginnt es so langsam richtig grün zu werden. Aber nicht wie man vielleicht denkt durch Moos, nein es bildet sich ein Teppich aus Bärlauch und Märzenbechern. Ich denke zu Ostern sollte man sich zu einem Spaziergang aufraffen und dieses Naturschauspiel bewundern. Danach ging es nur noch bergab bis zum Eingang der Höhle Heimkehle. Diese wird wohl demnächst von mir auch von innen besichtigt werden. Natürlich macht solch eine Wanderung auch hungrig und wer nicht selbst ein wenig Proviant am Mann oder an der Frau hat, der sollte unbedingt im Restaurant “Zur Heimkehle” einkehren. Das Essen war sehr lecker, das Personal sehr freundlich und das Ambiente absolut einladend. Nachdem wir uns gestärkt hatten nahmen wir den kurzen Weg über Rottleberode zurück bis nach Stempeda.

Und jetzt stimmt euch mit den Fotos auf den Frühling ein!

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Der Alte Stolberg

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